TopTanzClub Rot-Gold e.V. Schwäbisch Hall

Tanzen! Weil es Spaß macht, gesund ist und fit hält!

Kleines Tanzlexikon

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Begriffe aus der Tanzwelt erklärt

Tanzen lernen, Tanzkurse

Wer das Tanzen lernen will, wählt dazu in der Regel eine (ADTV-) Tanzschule. Dort werden in verschiedenen Tanzkursstufen die Tänze des Welttanzprogramms (von Stufe 1 bis 3) vermittelt. Außerdem werden Tanzkurse zu bestimmten Tänzen oder Tanzrichtungen angeboten (Discofox, Salsa, West Coast Swing usw.). Nach den Grundkursen können die tänzerischen Fähigkeiten in Medaillenkursen oder in Tanzkreisen und Tanzclubs weiter ausgebaut werden.

Auch in Sport- und Tanzsportvereinen gibt es vielerorts die Möglichkeit das Tanzen zu lernen. Hier werden die Grundkenntnisse im Tanzen vermittelt, die ebenfalls im Anschluss in Tanzkreisen oder Tanzgruppen weiter ausgebaut werden können. Das Angebot reicht dabei von Gesellschaftstänzen über Modetänze bis hin zu speziellen Tänzen wie Line Dance, Square Dance oder Orientalischer Tanz. In vielen Fällen ist es von der Fachrichtung des Vereins oder der Tanzsportabteilung abhängig, welche Tanzrichtungen angeboten werden.

Medaillenkurse, Tanzabzeichen, Tanzsportabzeichen

Sowohl in Tanzschulen als auch in den Vereinen ist das Ablegen von Prüfungen möglich. In Tanzschulen nennt sich das Deutsches Tanzabzeichen (DTA) und wird zum Abschuss eines Medaillenkurses angeboten. Das Äquivalent in den Vereinen nennt sich Deutsches Tanzsportabzeichen (DTSA). Zwischen dem beiden gibt es Gemeinsamkeiten, aber auch gravierende Unterschiede.

Tanzabzeichen

Das Deutsche Tanzabzeichen ist in vielen Tanzschulen für bestimmte weiterführende Tanzkurse (Medaillenkurse) Pflicht! Vor allem bei Schülern und Jugendlichen ist z. B. für den Silberkurs eine erfolgreiche Bronze-Prüfung Voraussetzung. Bei Erwachsenen in Tanzkreisen muss nicht unbedingt eine Prüfung abgelegt werden. Voraussetzung für das Deutsche Tanzabzeichen ist die Welttanznadel, die nach Abschluss des Welttanzprogramms der Stufe 3 verliehen wird. Das Deutsche Tanzabzeichen wird vom Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverband (ADTV) nach abgeschlossenen Medaillenkursen (Bronze, Silber, Gold, Goldstar, Super Goldstar Rang I, II und III) an Tänzerinnen und Tänzer verliehen.

Tanzsportabzeichen

Das Deutsche Tanzsportabzeichen wird von den Tänzerinnen und Tänzern freiwillig abgelegt. Für das Tanzen in weiterführenden Kursen, Workshops oder Tanzkreisen ist es keine Voraussetzung ein bestimmtes Tanzsportabzeichen vorweisen zu müssen. Der Deutsche Tanzsportverband (DTV) vergibt das Deutsche Tanzsportabzeichen nach erfolgreicher Prüfung in Bronze, Silber, Gold, Brillant und Gold bzw. Brillant mit Zahl. Die Zahl gibt dabei die Anzahl der Abnahmen (5, 10, 15, …) an.

Das Tanzsternchen

Seit 2011 kann das Deutsche Tanzsportabzeichen speziell für Kinder bis 8 Jahren als Tanzsternchen abgelegt werden. Dabei sind die Voraussetzungen kindgerecht angepasst.

Breitensport und Leistungssport

Im Tanzsport unterscheiden wir zwei Arten des Tanzens: Breitensport und Leistungssport. Die Unterschiede können dabei erheblich sein. Die unteren Leistungsklassen der Turniertänzer sind durchaus noch mit den Leistungen bei Breitensportlern vergleichbar. Je höher die Leistungsklasse bei den Turniertänzern wird, desto mehr werden die Unterschiede – auch für Laien – sichtbar.

Breitensport – Tanzen als Freizeitspaß

Alles was nicht als Leistungstanzsport bezeichnet wird, kann unter Breitensport eingestuft werden. Es geht schwerpunktmäßig um Spaß und Geselligkeit beim Tanzen sowie das Zusammentreffen mit Gleichgesinnten.

Leistungstanzsport – Turniertanzen

Wer ernsthaft das Tanzen als Leistungssport betreiben will, muss dafür Opfer bringen. Tanzrichtung, Bewegung, Fußarbeit und Technik sind im Leistungssport elementar. Um immer besser zu werden und mit anderen Paaren mitzuhalten, sind mehrmaliges Tanztraining pro Woche sowie Privatstunden bei einem Trainer notwendig. Dafür müssen Zeit und finanzielle Mittel aufgebracht werden.

Wettbewerbe und Turniere

Breitensportwettbewerbe

Breitensportwettbewerbe sind eine Möglichkeit für Hobby- und Freizeittänzer einen Hauch Turnierluft zu schnuppern. Dabei sind die Wettbewerbe nicht unbedingt eine Vorstufe zum Turniertanzen! In den meisten Fällen werden mehrere Paare als Mannschaften zusammengefasst. Im Vergleich der Mannschaften werden nur die besseren Paare gewertet. So gibt es keinen direkten Vergleich der teilnehmenden Paare untereinander. Breitensportwettbewerbe werden in der Regel von Tanzsportvereinen ausgetragen. Im Gegensatz zum Turniertanzen gibt es bei diesen Wettbewerben keine Schrittbegrenzung, keine Unterteilung in Leistungsklassen oder in Standard- und Lateintänze. Und der Veranstalter kann durch eine Vielzahl von Rahmenbedingungen den Wettbewerb beeinflussen:

  • Wird ein Einzel- oder Mannschaftswettbewerb veranstaltet?
  • Gibt es eine Altersbeschränkung?
  • Sind Turnierpaare zugelassen (wenn ja unter welchen Voraussetzungen)?
  • Wie viele Durchgänge werden getanzt?
  • Welche Pflichttänze müssen getanzt werden?
  • Welche Wahltänze stehen zur Auswahl?

Turniertanzen

Im Turniertanzsport werden die Paare nach festen Regeln nach Alter und Leistungsstand in Klassen eingeteilt. In den unteren Leistungsklassen sind nicht alle Schrittfolgen und Figuren erlaubt (Schrittbegrenzung). Der Grund dafür ist, dass die Paare erst die Basis für sauberes Tanzen erlernen und nicht durch besondere Figuren und Schrittfolgen auffallen sollen.

In den verschiedenen Startklassen sind die Anzahl der Tänze und die Tänze selbst fest vorgegeben. Die Startklassen werden wiederum nach Standard und Latein sowie Kombination oder Zehn Tänze (Standard und Latein) unterschieden.

Turniertanzen – Startklassen

Die Turnierpaare werden in folgende Leistungs- bzw. Startklassen eingeteilt D, C, B, A und S. Dabei ist die D-Klasse die Einsteigerklasse. Nach und nach steigen die Paare in die höheren Klassen auf. Die notwendigen Voraussetzungen für den Aufstieg in die nächsthöhere Leistungsklasse werden in der TSO (Turnier- und Sportordnung unter Aufstiegstabellen) und der Aufstiegsregelung des TBW (Tanzsportverband Baden-Württemberg) beschrieben. Die höchste Klasse, Amateur­tanzsport erreicht werden kann, ist die S(onder)-Klasse.

Diese Tänze werden in den verschiedenen Start­klassen getanzt:
Startklasse Standard-Tänze Ab­kürz­ung Latein-Tänze Ab­kürz­ung
S, A, B, C, D Langsamer Walzer LW Cha Cha Cha CC
S, A, B, C, D Tango TG Rumba RB
S, A, B, C, D Quickstep QU Live JV
S, A, B, C Slowfox SF Samba SB
S, A, B Wiener Walzer WW Paso Doble PD
Die Tänze in den verschiedenen Start­klassen und ihre Reihen­folge nach TSO:
Startklasse Standard Latein
D LW, TG, QU CC, RB, JV
C LW, TG, SF, QU SB, CC, RB, JV
B, A, S LW, TG, WW, SF, QU SB, CC, RB, PD, JV
Turniertanzen – Altersklassen

Die Alterseinteilung erfolgt in Kinder I und II (bis auf Weiteres als Kinder zusammengefasst), Junioren I und II, Jugend, Hauptgruppe, Hauptgruppe II und Senioren I bis IV. In der Lateindisziplin gibt es für Senioren die Altersklassen Senioren I, II und III.

Altersklasse Alter Turnierart Startklassen Informationen
Kinder I 9 Standard / Latein D, C Höchst­alter des älteren Partnes.
Kinder II 11 Standard / Latein D, C Höchst­alter des älteren Partnes.
Junioren I 13 Standard / Latein D, C, B Höchst­alter des älteren Partnes.
Junioren II 15 Standard / Latein D, C, B Höchst­alter des älteren Partnes.
Jugend 18 Standard / Latein D, C, B, A Höchst­alter des älteren Partnes.
Hauptgruppe 19 Standard / Latein D, C, B, A, S Mindest­alter des älteren Partnes.
Hauptgruppe II 28 Standard / Latein D, C, B, A, S Mindest­alter eines Partnes.
Senioren I 30/35 Standard / Latein D, C, B, A, S Mindest­alter des jüngeren/ des älteren Partners.
Senioren II 40/45 Standard / Latein D, C, B, A, S Mindest­alter des jüngeren/ des älteren Partners.
Senioren III 50/55 Standard D, C, B, A, S Mindest­alter des jüngeren/ des älteren Partners.
Senioren III 50/55 Latein D, C, B, A, S Mindest­alter des jüngeren/ des älteren Partners.
Senioren IV 60/65 Standard D, C, B, A, S Mindest­alter des jüngeren/ des älteren Partners.
Senioren IV 60/65 Latein - -